Pressemitteilungen

LKR NRW stellt Auswertungen von Krebsregisterdaten bei der GMDS-Jahrestagung vor

Vorträge zum Überleben bei Chronisch-Lympathischer Leukämie und zu Intervall-karzinomen im Mammographie-Screening-Programm sowie zum Meldermonito-ringsystem

Bochum, Gesundheitscampus –Die 64. Jahrestagung der GMDS - „Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e.V.“ gehört zu den größten Fachtagungen für die wissenschaftlichen Disziplinen Informatik, Mathematik, Statistik, Wirtschaftswissenschaft, Klinische Forschung, Epidemiologie, Bioinformatik und der Versorgungsforschung. Drei Tage lang können die Teilnehmer zahlreiche Keynotes, Workshops, Sessions und Poster-Vorträge besuchen. Damit ist die Jahrestagung ein einzigartiges Forum, um sich fachbereichsübergreifend auszutauschen und wissenschaftlich zu vernetzen.

Hiltraud Kajüter, Leitung Abteilung Epidemiologie des Landeskrebsregisters NRW (LKR NRW) hat in der Session zur Krebsepidemiologie die Datenlage zu der Studie „Überleben bei Chronisch-Lympathischer Leukämie nach Einführung der kombinierten Chemo-Immuntherapie –eine bevölkerungsbezogene Analyse“ vorgestellt (Abstract: https://www.egms.de/static/de/meetings/gmds2019/19gmds056.shtml).

Dr. Laura Khil, Leitung Fachbereich Epidemiologie, hat in einem Posterbeitrag erste Ergebnisse zu den Eigenschaften von Intervallkarzinomen im Mammographie-Screening-Programm in Abhängigkeit vom zeitlichen Abstand zwischen Screeninguntersuchung und Diagnosestellung erläutert (Abstract: https://www.egms.de/static/en/meetings/gmds2019/19gmds107.shtml).

Michael Schneider hat in dem Workshop der GMDS-Arbeitsgruppe Krebsregister einen Prototyp eines automatisierten Meldermonitoringsystems auf Basis von Zeitreihenanalyseverfahren beschrieben. Dieses Tool soll in Zukunft die Qualität des Datenbestands im Krebsregister erhöhen, indem es Auffälligkeiten im Übermittlungsverhalten von Meldern analysiert. Um möglichst zeitnah eine technische Störung bei der Meldungsübermittlung aufzudecken, überprüft die Software die Regelmäßigkeit von Meldungseingängen. Des Weiteren kann die Software den Datenbestand des Krebsregisters nach Zeitfenstern durchsuchen, in denen eine ungewöhnlich hohe oder niedrige Anzahl an Meldungen einer Meldestelle vorhanden ist. Diese Monate sind ein Hinweis auf inkonsistente Daten und daher für die Überprüfung der Datenqualität von besonderem Interesse.

 

 

 

 

 

 

 

Die drei Vorträge verdeutlichen, wie wichtig die systematische Erfassung von medizinischen Daten von Krebspatientinnen und Patienten sowie das Monitoring der Daten und der Melder als Grundlage für die bevölkerungsbezogene und klinische Auswertung ist. Mit diesen Arbeiten leistet das LKR NRW nicht nur einen Beitrag zur Wissenschaft und Forschung, sondern auch zur Verbesserung der medizinisch-onkologischen Behandlung und Versorgung. Dies immer mit dem Ziel, die Überlebenschancen und Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.

Zurück