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LKR Newsletter Oktober 2026 / 44. KW
 

Geschichte des Landeskrebsregisters NRW von 1974 bis 2025

Von den ersten Anfängen der Krebsregistrierung in Münster bis zum heutigen integrierten klinisch-epidemiologischen Landeskrebsregister NRW in Bochum  dokumentierten Prof. Andreas Stang, ärztlicher Leiter, Dr. Andres Schützendübel, Geschäftsführer, und Heike Bertram, Leiterin Geschäftsstelle, die Entwicklung der Krebsregistrierung in Nordrhein-Westfalen über fünf Jahrzehnte. Alle drei sind seit vielen Jahren im LKR NRW tätig.

Der historische Rückblick ist eine spannende Zeitreise mit vielen engagierten und nicht zuletzt visionären Persönlichkeiten, die sich für eine flächendeckende Erfassung von Krebserkrankungen eingesetzt haben. Ihr Ziel war es, eine Grundlage für eine qualitätsgesicherte onkologische Versorgung und Forschung zu schaffen. 

Auf dem Weg dahin mussten die unterschiedlichsten Herausforderungen gelöst werden. Dazu zählten die Schaffung einer gesetzlichen Grundlage für die Krebsregistrierung, die Gewährleistung eines umfassenden Datenschutzes sowie die Sicherung der Datenqualität und eine möglichst vollständige Erfassung von Krebserkrankungen. Heute gibt es in Nordrhein-Westfalen ein leistungsfähiges klinisch-epidemiologisches Landeskrebsregister. Es ist das Ergebnis eines jahrzehntelangen Entwicklungsprozesses an dem Leistungserbringer in der Gesundheitswirtschaft sowie Wissenschaft und Politik maßgeblich beteiligt waren und nach wie vor beteiligt sind. Der historische Rückblick wurde im Bundesgesundheitsblatt publiziert, hier geht es zu der Geschichte der Krebsregistrierung in NRW. 


Brustkrebsmonat Oktober

Der Brustkrebsmonat Oktober macht auf die Situation von Erkrankten aufmerksam. Weltweit stehen Prävention, Früherkennung und Erforschung von Brustkrebs im Fokus. 

Brustkrebs (ICD-10-Code C50) ist die häufigste Krebsarte bei Frauen. Die epidemiologischen Daten für das Jahr 2024 in NRW weisen 17.371 Neuerkrankungen an Brustkrebs bei Frauen und 179 Neuerkrankungen bei Männern aus. Im selben Jahr wurden in Nordrhein-Westfalen 3.975 krebsbedingte Sterbefälle bei Frauen und 45 bei Männern registriert.

Häufigste Krebsneuerkrankung                              Häufigste Krebssterbefälle


Krebsregisterstudie zu Brustkrebs

Die Krebsregisterstudie zeigt die Prognose bei der häufigsten Form des frühen Brustkrebses.

Die Studie basiert auf Daten der klinischen Krebsregister in Bayern, Brandenburg-Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, dem Saarland und Schleswig-Holstein. Die beteiligten Register decken rund 45 Millionen Menschen und damit etwa 54 Prozent der deutschen Bevölkerung ab. 

Die Ergebnisse zeigen, dass Patientinnen und Patienten mit hormonrezeptorpositiven, HER2-negativem Brustkrebs im frühen Stadium insgesamt gute Chancen haben, die ersten fünf Jahre nach der Operation ohne Brustkrebsrückfall oder einer neuen invasiven Krebserkrankung zu überleben. Zugleich verdeutlichen die Krebsregisterdaten, bei welchen Patientengruppen ein erhöhtes Risiko besteht. Hier geht es zu den Forschungsergebnissen.


Studie zu invasiven Intervallkarzinomraten

ToSyMa ist die bislang weltweit größte prospektive, multizentrische, offene, randomisierte, kontrollierte Überlegenheitsstudie zur Brustkrebs-Früherkennung. 

Die Studie wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert und von der Universität Münster durchgeführt. Unter der Leitung von Prof. Dr. Walter Heindel und Prof. Dr. Stefanie Weigel vergleicht die Studie innovative Screening-Technologien mit dem bisherigen Standardverfahren.

In der Studie werden mit der digitalen Brust-Tomosynthese (DBT), einer Weiterentwicklung der digitalen Mammografie, dreidimensionale Aufnahmen der Brust erstellt. Damit werden mehr Brustkrebsfälle frühzeitig erkannt als mit der herkömmlichen digitalen Mammografie. Ob die höhere Brustkrebs-Erkennungsrate gegenüber der digitalen Mammographie auch zu einem höheren Grad an Frauengesundheit führt, wird zurzeit untersucht. An der Studie haben fast 100.000 Frauen teilgenommen. Hier geht es zur Studie.

Anmerkung: ToSyMa (Digital breast Tomosynthesis plus Synthesised images versus standard full-field digital MAmmography in population-based screening) 


Frauenselbsthilfe Krebs

Die Frauenselbsthilfe Krebs - Bundesverband e. V. (FSH) ist die Dachorganisation für zehn Landesverbände und ein Netzwerk. Vertreten wird der Bundesverband durch den geschäftsführenden Bundesvorstand.

Die Frauenselbsthilfe Krebs verfügt bundesweit über ein dichtes Netz an regionalen Gruppen. Sie bieten ein Forum im Internet, eine Telefonberatung und Netzwerkangebote für Frauen mit Brustkrebs an. Die FSH ist die Dachorganisation, an die sich die Betroffenen aber auch die Angehörigen, wenden können, um Beratung und Hilfe zu bekommen.


Einladung zum CancerQualityHub 2026

Der Deutsche Krebsregister e.V. (DKR) und die Plattform § 65c laden herzlich zum zweiten CancerQualityHub am 26. November 2026 von 13:30 Uhr bis 18:00 Uhr nach Mainz ein. 

Im Mittelpunkt des diesjährigen CancerQualityHub steht das kolorektale Karzinom. Ziel der Veranstaltung ist es, Daten und Ergebnisse zur onkologischen Versorgungsqualität aus den deutschen Landeskrebsregistern zentral zu bündeln und im nationalen Kontext zu diskutieren. Damit bietet die Veranstaltung die Möglichkeit, Unterschiede in der Versorgung sichtbar zu machen, Qualitätsindikatoren zu vergleichen und Ansatzpunkte für Verbesserungen zu identifizieren.

Die Veranstaltung ist kostenfrei und für das Ärztliche Fortbildungsprogramm zertifiziert. 

Der CQH findet dieses Jahr in Mainz statt: 
Landesärztekammer Mainz - Eltzer Hof
Mittlere Bleiche 40
55116 Mainz

Eine Teilnahme ist sowohl in Präsenz als auch digital möglich. Hier geht es zur Anmeldung und zum Programm. 


Gewusst wie

Empfehlungen zur Dokumentation von Tumoren des zentralen Nervensystems (ZNS)
Tumoren des zentralen Nervensystems (Gehirn und Rückenmark) sind unabhängig von ihrem biologischen Verhalten (gutartig, bösartig oder unsicheres bzw. unbekanntes Verhalten) meldepflichtig (ICD-10: D32.–, D33.–, C70–C72, C75.1–C75.3, D42.– und D43.–).
Für jede unterschiedliche Topographie oder Morphologie wird ein eigener Primärtumor registriert.
Überlappende Topographien der Hirnlappen (C71.1 bis C71.5) werden gemäß den Empfehlungen des ENCR mit C71.0 „Cerebrum” kodiert.
Bei ZNS-Tumoren findet die TNM-Klassifikation ausschließlich für die Kategorie M (Fernmetastasen) Anwendung, nicht jedoch für die Kategorien T und N.
Die Einteilung der ZNS-Tumoren in die Grade 1 bis 4 erfolgt nach der WHO-Klassifikation auf Basis der histologischen und molekularen Merkmale und ist über „Weitere Klassifikationen“ zu erfassen.
Ein histopathologisches Grading im Sinne der TNM-Klassifikation wird nicht angewendet. Hier ist ein „T = trifft nicht zu” zu erfassen.

Anwendung der höchsten erreichten Diagnosesicherheit:
Die Diagnosesicherung 8 = „zytogenetischer und/oder molekularer Test zum Nachweis tumorspezifischer genetischer Anomalien oder genetischer Veränderungen im Tumor, einschließlich Verfahren wie Karyotypisierung, FISH (Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung), PCR (Polymerase-Kettenreaktion) und DNA-Sequenzierung“ ist für die folgenden ICD-O-3-Morphologie-Kodes des ZNS gültig: 9385, 9396, 9400, 9401, 9445, 9450, 9451, 9475–9478. Sie gilt auch für Morphologie-Kodes, die durch das Fehlen einer genetischen Anomalie oder Veränderung gekennzeichnet sind (z. B. Glioblastom IDH-Wildtyp: 9440/3).


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Studentische Aushilfe / Studentische Hilfskraft (m/w/d)
Details zu den Aufgaben und dem Anforderungsprofil unter Stellenangebot.


 

VERANSTALTUNGSTERMINE 2026

Alle Termine und unsere E-Learning-Angebote finden Sie auch in unserem digitalen KALENDER auf einen Blick.
 

MELDERSCHULUNG - FACHWISSEN

Diese Schulungen finden als ZOOM-Webinar statt und beinhalten organ- oder themenspezifische Besonderheiten. Dazu gehören Hinweise zu den anzuwendenden Kodier- und Klassifikationssystemen sowie Regeln und Empfehlungen zur Dokumentation der Meldungen an das Landeskrebsregister NRW anhand von Beispielen.

Melderschulung - Fachwissen zu Lymphomen
am Donnerstag, 12.11.2026 von 10:00 Uhr - 11:15 Uhr 
Hier geht es zur Anmeldung.

Melderschulung - Fachwissen zu Mammatumoren
am Donnerstag,  26.11.2026 von 13:00 Uhr - 14:15 Uhr 
Hier geht es zur Anmeldung.


MELDERSCHULUNG - GRUNDWISSEN

Diese Schulungen finden als ZOOM-Webinar statt und beinhalten eine allgemeine Einführung in die Krebsregistrierung sowie die meldepflichtigen Ereignisse. Die Inhalte des onkologischen Basisdatensatzes (oBDS) werden besprochen.

Melderschulung - Grundwissen
am Mittwoch, 04.11.2026 von 13:00 Uhr - 14:30 Uhr 
Hier geht es zur  Anmeldung.


 

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44801 Bochum
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