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LKR Newsletter Weltkrebstag 2026
 

Weltkrebstag 04. Februar 2026

„Gemeinsam einzigartig“ 

Das Motto der Internationalen Vereinigung gegen Krebs (UICC) lautet auch in diesem Jahr „Gemeinsam einzigartig“.

Damit kommt zum Ausdruck, dass Krebspatientinnen und Krebspatienten durch ihre medizinische Diagnose miteinander verbunden sind und doch jede Patientin und jeder Patient seine eigene Geschichte, seine eigenen Erfahrungen und seine eigenen Bedürfnisse hat – auch viele Jahre nach einer Krebserkrankung.

In Nordrhein-Westfalen leben hunderttausende Menschen mit einer Krebsdiagnose oder den Folgen einer Erkrankung. Jährlich kommen zahlreiche Neuerkrankungen hinzu. Umso wichtiger ist es, über Risikofaktoren aufzuklären, Vorsorgeangebote zu stärken und einen gleichberechtigten Zugang zu qualitativ hochwertiger medizinischer Versorgung sicherzustellen.

„In Nordrhein-Westfalen haben sich die Universitätskliniken zu onkologischen Spitzenzentren zusammengeschlossen. Dies dient unserem Ziel, die Betroffenen bestmöglich zu versorgen und gemeinsame Behandlungsstandards zu entwickeln. Das Landeskrebsregister NRW ist in diesem Kontext ein integraler Teil der Krebsbekämpfung. Denn eine flächendeckende und vollständige Erfassung von Krebserkrankungen bildet die Grundlage, um Erkrankungshäufigkeiten, Behandlungsergebnisse und langfristige Entwicklungen valide bewerten zu können“, erklärt Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen.

Dr. Andres Schützendübel, Geschäftsführer des Landeskrebsregisters NRW ergänzt dazu: „Jährlich werden in Nordrhein-Westfalen mehrere hunderttausend Krebserkrankungen diagnostiziert und dem Landeskrebsregister NRW in einem streng gesicherten, datenschutzkonformen Verfahren gemeldet. Die Daten werden aufbereitet und für Wissenschaft und Forschung zur Verfügung gestellt. Mit der Krebsregistrierung schaffen wir Transparenz über das Krebsgeschehen im bevölkerungsreichsten Bundesland. Anhand der Daten können wir Versorgungslücken erkennen, Therapieergebnisse vergleichen und den Nutzen von Präventions- und Früherkennungsmaßnahmen bewerten – dies immer mit dem Ziel, die Versorgung von Patientinnen und Patienten zu optimieren.“

Der Weltkrebstag erinnert daran, dass Fortschritte in der Krebsbekämpfung nur gemeinsam möglich sind: durch medizinische Expertise, wissenschaftliche Erkenntnisse und belastbare Daten, die helfen, die Versorgung von Krebspatientinnen und Krebspatienten in Nordrhein-Westfalen weiter nachhaltig zu verbessern. Im Folgenden exemplarisch zwei wissenschaftliche Studien, an denen das LKR NRW beteiligt war, weitere Informationen und Studien auf unserer Website.


PreFo

Folgen von Krebserkrankungen auf der Grundlage einer Verknüpfung von Krebsregister-, Krankenkassen- und Rehabilitationsdaten in Nordrhein-Westfalen.

Ein Beispiel für die Zusammenarbeit in der Krebsbekämpfung ist das Projekt PreFo, das durch den Innovationsfond des Gemeinsamen Bundesausschusses für drei Jahre mit insgesamt ca. 660.000 Euro gefördert wird.

Im Projekt PreFo möchte ein Forschungsteam an einer großen Gruppe von krebserkrankten Patientinnen und Patienten die vielfältigen Folgen von Krebserkrankungen erforschen und Risikofaktoren für Folgeerkrankungen identifizieren. Dafür verwenden die Forschenden Angaben von unterschiedlichen Krankenkassen, Daten des Landeskrebsregisters Nordrhein-Westfalen und erstmalig auch Daten der Arbeitsgemeinschaft für Krebsbekämpfung zur Rehabilitation. 

Prof. Stang, Projektleiter und ärztlicher Leiter im Landeskrebsregister NRW erklärt: „Im Erfolgsfall dienen die Ergebnisse des Projekts dazu, zukünftig bei Krebspatientinnen und -patienten frühzeitig mögliche Risiken für Folgeerkrankungen zu identifizieren und ihnen eine maßgeschneiderte Behandlung, bedarfsgerechtere Nachsorge, zielgerichtetere Rehabilitation sowie passendere Maßnahmen zur Wiedereingliederung in das Arbeitsleben zukommen zu lassen.“ Weitere Informationen zum Projekt PreFo.


DigiNet-Studie

Konzept und Machbarkeit einer datenschutzkonformen Verknüpfung von Krebsregisterdaten und Abrechnungsdaten in Deutschland: Ergebnisse der DigiNet-Studie zu nicht-kleinzelligem Lungenkrebs im Stadium IV.

Die DigiNet-Studie ist ein weiteres Beispiel für die digitale Nutzung von Gesundheitsdaten. Krebsregister- und Krankenversicherungsdaten sind zwar wertvolle Ressourcen für die onkologische Versorgungsforschung, werden aber aufgrund von Datenschutzbedenken und technischen Einschränkungen selten auf individueller Ebene verknüpft. Die prospektive, kontrollierte Kohortenstudie DigiNet zielt darauf ab, die personalisierte Versorgung von Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) im Stadium IV in den deutschen Studienregionen Berlin, Sachsen und Nordrhein-Westfalen zu optimieren. Weitere Informationen zur DigiNet-Studie.


Häufigste Krebsneuerkrankungen und Krebssterbefälle 
in NRW 2023

Die beiden Statistiken sind ein Auszug aus dem Online-Jahresbericht 2023. Sie zeigen den prozentualen Anteil der zehn häufigsten Tumorlokalisationen an allen Krebsneuerkrankungen und Krebssterbefällen bei Frauen und Männern in Nordrhein-Westfalen. Weitere Daten und Auswertungen zu 26 Krebsentitäten sind im Online-Jahresbericht Krebs in NRW 2023 nachzulesen.  
 


 

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