Inhalte der Meldung

Hier finden Melder Antworten auf die häufigsten Fragen zu den Inhalten der Meldungen.

Es sind u.a. folgende Identitätsdaten des Patienten zu übermitteln: Vor- und Nachname, Geburtsname, Geburtsdatum, Geschlecht und Wohnanschrift. Hinzu kommen:

  • die Krankenversichertennummer: 10-stellige Angabe, alphanumerisch (z. B. A123456789)
  • das Institutionskennzeichen der Gesetzlichen Krankenkasse: 9-stellige Angabe, numerisch (z.B. 101234567)

Neben den Angaben zu den erforderlichen Identitätsdaten (Vor- und Nachname, Geburtsname, Geburtsdatum, Geschlecht und Wohnanschrift) ist für betroffene Personen mit einer privaten Krankenvollversicherung die Angabe des Versicherungsunternehmens erforderlich.

Für Patienten mit einer privaten Krankenzusatzversicherung ist die Angabe des Versicherungsunternehmens nicht erforderlich. In diesem Fall ist das Versicherungsverhältnis mit einer Krankenkasse aus dem System der Gesetzlichen Krankenversicherung maßgeblich.

Unvollständige oder unplausible Meldungen können nicht zur Abrechnung gebracht werden. Bei unvollständigen oder unplausiblen Identitätsdaten nimmt die Datenannahmestelle des Landeskrebsregisters NRW Kontakt mit der Meldestelle zur Klärung bzw. Vervollständigung der Angaben auf.
Unvollständige oder unplausible epidemiologische oder klinische Angaben können zukünftig über das Melderportal ergänzt bzw. korrigiert werden.

Grundsätzlich müssen bösartige Neubildungen einschließlich ihrer Frühstadien, Neubildungen unbekannten Charakters und unsicheren Verhaltens sowie gutartige Neubildungen des zentralen Nervensystems gemeldet werden. Damit umfasst die Meldepflicht:

C00.0-C96.9

Bösartige Neubildung

außer C44

außer C77.-, C78.- und C79.-

D00.0-D09.9

In-situ-Neubildungen

außer D04.-

D32.0

Gutartige Neubildung der Hirnhäute

D32.1

Gutartige Neubildung der Rückenmarkhäute

D32.9

Gutartige Neubildung der Meningen nicht näher bezeichnet

D33.0

Gutartige Neubildung des Gehirns, supratentoriell

D33.1

Gutartige Neubildung des Gehirns, infratentoriell

D33.2

Gutartige Neubildung des Gehirns nicht näher bezeichnet

D33.3

Gutartige Neubildung der Hirnnerven

D33.4

Gutartige Neubildung des Rückenmarks

D33.7

Gutartige Neubildung sonstiger näher bezeichneter Teile des Zentralnervensystems

D33.9

Gutartige Neubildung des Zentralnervensystems nicht näher bezeichnet

D35.2

Gutartige Neubildung der Hypophyse

D35.3

Gutartige Neubildung des Ductus craniopharyngealis

D35.4

Gutartige Neubildung der Epiphyse

D42.-

Neubildung unsicheren oder unbekannten Verhaltens der Meningen

D43.-

Neubildung unsicheren oder unbekannten Verhaltens des Gehirns und des Zentralnervensystems

D44.-

Neubildung unsicheren oder unbekannten Verhaltens der endokrinen Drüsen

D45.-

Polycythaemia vera

D46.-

Myelodysplastische Syndrome

D47.1

Chronische myeloproliferative Krankheit

D47.3

Essentielle (hämorrhagische) Thrombozythämie

D47.4

Osteomyelofibrose

D47.5

Chronische Eosinophilen-Leukämie [Hypereosinophiles Syndrom]

Besonderheiten für dermatologische Erkrankungen:

Bei nicht-melanotischen bösartigen Neubildungen der Haut (Basalzellkarzinome) sind nur Diagnosen meldepflichtig. Therapiedaten sowie Informationen zu unauffälligen Nachsorgeuntersuchungen müssen nicht gemeldet werden.
Frühformen nicht-melanotischer Hautkrebsarten (Carcinoma in situ der Haut; Aktinische Kreatosen) sind aus der klinischen Krebsregistrierung ausgenommen.

Als Meldeanlässe gelten:

  • Diagnose einer Tumorerkrankung nach einer hinreichenden klinischen Sicherung
  • Histologische, zytologische, labortechnische und autoptische Sicherung einer Diagnose
  • Beginn, Unterbrechung und die Beendigung einer Tumortherapie
  • Beginn und Unterbrechung einer palliativen Therapie (die Beendigung einer palliativen Therapie muss gemeldet werden, wenn sie nicht zeitgleich mit dem Tod erfolgt)
  • Kontrolluntersuchungen mindestens einmal im Kalenderjahr in den fünf Jahren nach Diagnosestellung
  • Unauffällige Nachsorgeuntersuchungen, wenn die Durchführung der Untersuchung nach den Erkenntnissen der medizinischen Wissenschaft geboten war
  • Veränderungen des Erkrankungsstatus, besonders auch das Auftreten von Metastasen und Rezidiven
  • Tod der betroffenen Person einschließlich der Todesursachen, auch wenn die Krebserkrankung nicht die Todesursache ist

Tumorerkrankungen, die in NRW diagnostiziert oder behandelt werden, sind meldepflichtig. Das gilt auch, wenn die erkrankte Person nicht in Nordrhein-Westfalen wohnt.