Datenübermittlung

Hier finden Melder Antworten auf die häufigsten Fragen zur Meldesoftware EpiCan und zur Übermittlung der Daten an das Landeskrebsregister NRW.

Für die Nutzung von EpiCan genügt ein internetfähiger PC mit Windows- oder Apple-Betriebssystem.

Für die Installation von EpiCan - wie auch für die spätere Datenübertragung an das Landeskrebsregister NRW - muss der jeweilige PC eine Verbindung zum SICHEREN NETZ DER KVen (SNK) haben. Es spielt jedoch keine Rolle, ob der Zugang zum SICHEREN NETZ DER KVen über einen KV-SafeNet-Zugang eines Providers oder aber über das KV-FlexNet-Verfahren erfolgt.

Die Installationsdateien von EpiCan sind nur über das Portal des Landeskrebsregisters NRW im SICHEREN NETZ DER KVen verfügbar.

Wenden Sie sich hierzu bitte an Mitarbeiter des IT-Support im Landeskrebsregister NRW, telefonisch unter 0234 54509 111 oder über das Kontaktformular auf der Internetseite des Landeskrebsregisters.

Nein, denn der Zugang zum Portal des Landeskrebsregisters im SICHEREN NETZ DER KVen (SNK) erfolgt über einen VPN-Tunnel, der über einen herkömmlichen Breitband-Internetanschluss hergestellt werden kann. Ein Internetzugang über einen Telefon- bzw. ISDN-Anschluss oder über LTE/UMTS-Stick oder W-LAN-Hotspot ist nicht möglich.

Nein, die Daten können ausschließlich über die Meldesoftware EpiCan übermittelt werden. Diese wird unentgeltlich im SICHEREN NETZ DER KVen zur Verfügung gestellt.

Das SICHERE NETZ DER KVen (SNK) ist ein übergreifendes Netzwerk der Kassenärztlichen Vereinigungen und verbindet Arztpraxen, Krankenhäuser und sonstige Einrichtungen im medizinischen Sektor mit den Rechenzentren der KVen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) ist für das SNK in inhaltlicher und technischer Hinsicht verantwortlich.

  • KV-SafeNet-Anschluss eines Providers
    Der KV-SafeNet-Anschluss ist ein sicherer, datenschutzrechtlich abgestimmter Zugang zum SICHEREN NETZ DER KVen und damit zu allen KV-übergreifenden Angeboten für den direkten Austausch sensibler Daten mit anderen Praxen, Kliniken und medizinischen Einrichtungen.
    Ein speziell für den SNK-Zugang konfiguriertes Gerät, der KV-SafeNet-Router, wird an das Praxisnetzwerk angeschlossen und baut einen elektronischen „Tunnel“ zwischen Praxisnetzwerk und dem SNK auf. Alle Arbeitsplätze in dem Praxisnetzwerk haben dann ununterbrochen Zugriff auf das SNK und den hier verfügbaren Service der KVen. Der KV-SafeNet-Router nutzt modernste Sicherheitstechnologien, um das Praxisnetzwerk vor unerlaubten Zugriffen von außen zu schützen.
  • KV-FlexNet
    Bei KV-FlexNet wird der Tunnel über eine Software aufgebaut. Dazu wird ein einzelner, mit einem softwarebasierten VPN-Tunnel ausgestatteter IT-Arbeitsplatz (Rechner, PC) mit dem KV-FlexNet verbunden. Zur Authentifizierung wird ein zweistufiges Anmeldeverfahren mit Benutzername/Passwort und einer TAN genutzt.

Viele Qualitätssicherungs-, Tumordokumentations-, Krankenhaus- und Pathologieinformationssysteme bieten für den Datenaustausch genormte Schnittstellen im sogenannten ADT/GEKID-Format an. Meldungsrelevante Befunde können aus den genannten Systemen über einen Filter selektiert und dann in Dateien im XML-Format exportiert werden. Die XML-Datei kann anschließend in EpiCan importiert werden.

In der Regel sind Datensätze, die aus einem Tumordokumentationssystem importiert wurden, vollständig und müssen nicht mehr bearbeitet werden. Sollte eine nachträgliche Bearbeitung erforderlich sein, ist dies nur für Diagnosemeldungen möglich.

Aus Praxisverwaltungssystemen importierte Meldungen sind in der Regel nicht vollständig, und verschiedene medizinische Daten müssen manuell ergänzt werden. Dieses Verfahren kann nur für GKV-Versicherte genutzt werden und die Daten stehen nur einmal pro Quartal zur Verfügung. Der Datenimport aus dem Praxisverwaltungssystem spart in der Regel Zeit, wenn viele Tumorpatienten zu melden sind. Sind nur wenige Patienten zu melden, ist eine manuelle Eingabe leichter zu handhaben.

Der ADT/GEKID-Datensatz ist ein einheitlicher, onkologischer Basisdatensatz, der von allen Krebsregistern in Deutschland verarbeitet werden kann und damit eine vergleichbare Erfassung und Auswertung von Krebsbehandlungen ermöglicht (Quelle: Bundesanzeiger Allgemeiner Teil: BAnz AT 28.04.2014 B2 vom 28. April 2014).

Ob eine ADT/GEKID-Schnittstelle in der jeweils genutzten Anwendung zur Verfügung steht, teilt der jeweilige Softwareanbieter mit.

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. und der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren e.V.