Registrierung als Meldestelle

Hier finden Melder Antworten auf häufige Fragen zur Registrierung als Meldestelle und weitere wichtige Fakten in Kürze.

 

Meldepflichtige Personen und Einrichtungen sind:

  • Ärzte, sofern sie Krebserkrankungen ärztlich behandeln
  • Zahnärzte, sofern sie Krebserkrankungen ärztlich behandeln
  • Krankenhäuser
  • Medizinische Versorgungszentren (MVZ)
  • Institute für Pathologie
  • Einwohnermeldeämter/Meldebehörden
  • Krebsregister anderer Bundesländer
  • Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen

Meldestellen und Melder müssen vom Landeskrebsregister NRW registriert und zur Teilnahme am Meldeverfahren autorisiert werden. Dazu richtet das Landeskrebsregister NRW eine sogenannte Meldestelle sowie einen oder mehrere Benutzerzugang/-zugänge ein und schaltet sie damit zum Melden frei.

Bei Fragen zum Anlegen von Meldestellen und Nutzerzugängen oder zur Änderung von Stammdaten wenden Sie sich unter der Rufnummer 0234 54509 111 an die zentrale Hotline des Landeskrebsregisters NRW.

Links:
Antrag zur Anlage einer Meldestelle / Stammdatenänderung

Bitte drucken Sie den Antrag aus und senden Sie diesen unterschrieben per Fax an:

0234 54509 199
(Landeskrebsregister NRW gGmbH
Gesundheitscampus 10
44801 Bochum)

Meldepflichtige Ereignisse (§ 14 LKRG) sind:

  • Neue gesicherte Tumordiagnosen
  • Beginn, Unterbrechung und Beendigung einer Tumortherapie / palliativen Therapie
  • Veränderung des Erkrankungsstatus (Rezidiv / Metastasen)
  • Unauffällige Nachsorgeuntersuchung
  • Tod, einschließlich Todesursache

Alle Erstdiagnosen, Befunde, Therapien und Verläufe, die seit dem Inkrafttreten des LKRG NRW am 1.4.2016 neu bekannt geworden oder durchgeführt worden sind, sind zu melden.

Therapiemaßnahmen und Verläufe sind also auch dann meldepflichtig, wenn die Diagnose schon vor diesem Zeitpunkt gestellt wurde.

Therapiemaßnahmen und Verläufe vor dem 1.4.2016 können freiwillig gemeldet werden. Sie erhalten jedoch keine Meldevergütung nach dem LKRG NRW oder auf Grundlage der Satzung des Landeskrebsregisters.

Meldepflichtige Sachverhalte, die im Behandlungsverlauf einer Tumorerkrankung bekannt geworden oder durchgeführt worden sind, müssen innerhalb von sechs Wochen gemeldet werden. Die Frist beginnt ab dem Zeitpunkt, an dem der meldepflichtige Sachverhalt der meldepflichtigen Person bekannt geworden ist.

Meldungen an das Landeskrebsregister NRW sind ausschließlich auf elektronischem Weg möglich. Die Übermittlung via CD/DVD, USB-Stick u. ä. ist wegen der hohen datenschutzrechtlichen Anforderungen und technologischen Sicherheitsbestimmungen ausgeschlossen.

Das LKR NRW stellt hierfür allen Meldern die plattformunabhängige Java-Applikation EpiCan im SICHEREN NETZ DER KVen (SNK) zur Verfügung.

Pathologen sind nicht von der Meldepflicht befreit, denn die Meldepflicht besteht auch für Personen, die keinen unmittelbaren Kontakt mit betroffenen Personen haben.

Ja, denn das Landeskrebsregister NRW führt alle Meldungen zu einer betroffenen Person zusammen und kann so die bestmöglichen Informationen zum Patienten erhalten. Nur durch die Bereitstellung aller Meldungen, kann ein vollständiges Bild der Tumorerkrankung und ihrer Behandlung entstehen.