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LKR Newsletter Oktober 2023 / 43. KW

BRUSTKREBSMONAT OKTOBER

Der Brustkrebsmonat Oktober macht auf die Situation von Erkrankten aufmerksam und stellt die Themen Prävention und Früherkennung sowie Brustkrebsforschung und -behandlung in den Fokus.

Im Jahr 2019 sind in Nordrhein-Westfalen 16.630 Frauen an Brustkrebs neu erkrankt. Damit stellen sie einen Anteil von 30 Prozent aller bösartigen Neubildungen bei Frauen dar. Im gleichen Jahr sind 4.240 Frauen an Brustkrebs verstorben. Das entspricht einem Anteil von 17 Prozent bei Frauen.

Mit dem Mammographie-Screening-Programm, das flächendeckend im Jahr 2005 ausgerollt wurde, will man möglichst frühzeitig Karzinome erkennen, um mit einer Behandlung zu beginnen. Damit kann das Überleben entscheidend verbessert werden. Mehr Daten zum Brustkrebs in Nordrhein-Westfalen finden Sie in unserem Online-Jahresbericht.



LKR NRW evaluiert Mammographie-Screening

In Deutschland besteht seit 2005 das Mammographie-Screening-Programm (MSP) als einziges Früherkennungsprogramm mit einem organisierten Einladungswesen.

Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren werden alle zwei Jahre zu einer Screeninguntersuchung eingeladen. Aktuell plant der Gemeinsame Bundesausschuss, die Altersgrenze der kostenfreien Brustkrebsfrüherkennung für gesetzlich Krankenversicherte von 69 bis 75 Jahren anzuheben. Hintergrund ist eine Aktualisierung der europäischen Brustkrebsleitlinie der EU-Kommission, die empfiehlt auch jüngere und ältere Frauen in die Früherkennung einzubeziehen.

Das Landeskrebsregister NRW evaluiert das Screening-Programm. Für den Erfolg des MSP ist es wichtig, dass möglichst wenig Intervallkarzinome auftreten. Intervallkarzinome sind Mammakarzinome, die nach einer unauffälligen Screeninguntersuchung im Intervall bis zur nächsten Screeninguntersuchung außerhalb des MSP diagnostiziert werden. Sie können nur durch einen pseudonymisierten Abgleich der Daten aus dem MSP mit den Krebsregisterdaten ermittelt werden.



Bruna+

Das Studienprojekt Bruna+ beginnt in Kürze und wird mit Mitteln der Deutschen Krebshilfe finanziert.

Es befasst sich mit der Brustkrebsnachsorge für türkeistämmige Frauen mit dem Ziel, die Inanspruchnahme von Brustkrebsnachsorge zu analysieren sowie Nachsorgeerfahrungen zu erfassen. Es gibt verschiedene Angebote, die Frauen nach Brustkrebserkrankungen bei der Genesung unterstützen. Die Ergebnisse der Studie sollen dabei helfen, zu verstehen, was in der Brustkrebsnachsorge für türkeistämmige Frauen verbessert werden sollte, um ihre Teilnahme zu erhöhen.

Denn eine bessere Nachsorge steigert die Lebensqualität und den Allgemeinzustand für türkeistämmige Frauen nach einer Brustkrebserkrankung. Das Landeskrebsregister NRW wird in diesem komplexen Studiendesign aus Datenschutzgründen die schriftliche Befragung der Frauen durchführen.



Frauenselbsthilfe Krebs

Frauenselbsthilfegruppen sind die Organisationen, bei denen Frauen und ihre Angehörigen Rat und Hilfe bekommen.

Die Frauenselbsthilfe Krebs - Bundesverband e. V. (FSH) ist die Dachorganisation für zehn Landesverbände und ein Netzwerk. Vertreten wird der Bundesverband durch den geschäftsführenden Bundesvorstand.

Die Frauenselbsthilfe Krebs verfügt bundesweit über ein dichtes Netz an regionalen Gruppen. Sie bieten ein Forum im Internet, eine Telefonberatung und Netzwerkangebote für Frauen mit Brustkrebs an. Die FSH ist die Dachorganisation, an die sich die Betroffenen, aber auch die Angehörigen, wenden können, um Beratung und Hilfe zu bekommen.



Krebsregisterdaten zur Therapie des Prostatakarzinoms

Dr. Kevin Claaßen hält zwei Vorträge beim 75. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie, 20.-23. September 2023, Leipzig.

1. Aktuelle Krebsregisterdaten zur Therapie des Prostatakarzinoms

Die Auswertungen des Landeskrebsregisters NRW zur Therapie des Prostatakarzinoms, die auf dem 75. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie in Leipzig gezeigt wurden, weisen auf deutliche Unterschiede im internationalen Vergleich hin. Die Analyse der Todesursachen zeigt, dass weniger als die Hälfte der erkrankten Patienten an ihrem Prostatakarzinom verstirbt. Zudem ergibt sich ein erhöhtes Risiko für ein Sekundärmalignom der Harnblase nach Bestrahlung der Prostata, sodass sich ein engmaschiges Monitoring empfiehlt. Hier geht es zum Video des Vortrages.

2. Krebsregisterdaten zur Active Surveillance 

Im Rahmen dieses Vortrags auf dem 75. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie in Leipzig wurden erstmals nordrhein-westfälische Krebsregisterdaten zur Therapieoption der Active Surveillance präsentiert. Obwohl Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom und geringem Risiko ein hohes relatives Überleben aufweisen, wird ein hoher Anteil aktiver Primärtherapien gemeldet. Bevor die klinischen Daten jedoch zuverlässig interpretiert werden können, muss die Vollständigkeit von Therapie- und Verlaufsmeldungen weiter verbessert werden.



Posterpreis bei DGHO

UK Essen gewinnt Posterpreis bei der Jahrestagung der DGHO (Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie) in Hamburg.

Bei der Jahrestagung der DGHO in Hamburg hat das UK Essen den Posterpreis für seine Arbeit mit dem Titel „Histotype-specific survival analysis of invasive urothelial carcinoma“ erhalten.

Dies ist ein Ergebnis aus der Zusammenarbeit zwischen dem UK Essen (Prof. Grünwald) und den Epidemiologen im Landeskrebsregister NRW unter dem Projekttitel „Inzidenz und Überleben von Patienten mit Urothelkarzinom in Nordrhein-Westfalen". Hier geht es zum Poster.



Gewusst wie

Dokumentation des Gradings von Mammakarzinomen im Basisdatensatz:
Für invasive Mammakarzinome wird das dreistufige Grading nach Elston und Ellis empfohlen (Ausprägungen: „G1“, „G2“, „G3“)
Auch für duktale In-situ-Karzinome der Brust (DCIS) findet gemäß WHO ein dreistufiges Grading Anwendung (Ausprägungen: „low grade“, „intermediate grade“ und „high grade“).
Für alle weiteren in situ-Tumoren findet das Grading keine Anwendung (Ausprägung: „T= trifft nicht zu“).



MELDERSCHULUNG - FACHWISSEN

Melderschulung - Fachwissen zu Uterustumoren
am Donnerstag, 09.11.2023 von 13:00 Uhr - 14:00 Uhr 

Grundlagenkenntnisse zur Krebsregistrierung sowie zu den meldepflichtigen Ereignissen werden vorausgesetzt. Gerne möchten wir in der Schulung auf ihre Fragen oder Beispiele eingehen, um die Veranstaltung so praxisnah wie möglich zu gestalten. Weitere Informationen dazu finden Sie bei der Anmeldung. 

Hier geht es zur Anmeldung.

 

MELDERSCHULUNG - GRUNDWISSEN

Melderschulung - Grundwissen
am Donnerstag, 22.11.2023 von 13:00 Uhr - 14:15 Uhr 

Die „Melderschulungen - Grundwissen“ bieten in Teil 1 eine allgemeine Einführung in die Krebsregistrierung und in Teil 2 Informationen an Melder/innen, die bereits an das Landeskrebsregister NRW melden, aber sich über Neuerungen und Änderungen in der Krebsregistrierung informieren möchten.

Hier geht es zur Anmeldung.

 

QUALITÄTSKONFERENZ

Qualitätskonferenz Nierenzellkarzinome im Regierungsbezirk Köln
am Mittwoch, 29.11.2023 von 16:00 Uhr - 17:30 Uhr 

Die interdisziplinär ausgerichtete Qualitätskonferenz richtet sich an Ärztinnen und Ärzte, die mit der Uroonkologie betraut sind. Interessierte Mitarbeiter/innen und Qualitätsbeauftragte sind ebenfalls herzlich willkommen. Weitere Informationen dazu finden Sie bei der Anmeldung. 

Hier geht es zur Anmeldung.

 



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Kontakt und Impressum:
Landeskrebsregister NRW gGmbH
Gesundheitscampus 10
44801 Bochum
Tel.: 0234 54509-111
Fax: 0234 54509-499
E-Mail: info@krebsregister.nrw.de