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Entwicklung der Krebsregistrierung in NRW

Die Anfänge der Krebsregistrierung gehen auf das 1974 zurück. Im Folgenden die wichtigsten Meilensteine der historischen Entwicklung:

1974–1976

  • Führung eines Krebsregisters im Regierungsbezirk Münster als epidemiologisches Register für wissenschaftliche Zwecke
  • Wichtige methodische Impulse, u. a. Einführung des TNM-Systems (Tumor/Nodus/Metastasen)

1994–2003

  • Krebsregistrierung auf Grundlage einer landesrechtlichen Verordnung im Regierungsbezirk Münster
  • Träger: Gesellschaft zur Bekämpfung der Krebskrankheiten (heute: Krebsgesellschaft NRW)

 

2005

  • April: 3 Mio. € Förderbescheid der Deutschen Krebshilfe
  • 27.04.2005: Gründung der Epidemiologischen Krebsregister gGmbH
  • Juli: Inkrafttreten des Krebsregistergesetzes NRW
    für die landesweite epidemiologische Krebsregistrierung mit den folgenden Inhalten: Meldepflicht, elektronische Meldewege, Pseudonymisierung, Informationspflicht, kooperative Trägerstruktur
  • Inbetriebnahme des Pseudonymisierungsdienstes
  • Oktober: Umzug in Geschäftsräume, Robert-Koch-Str. 40, Münster

2006

  • Fertigstellung der Meldesoftware EpiDEM und EpiPort
  • Umfirmierung in Epidemiologisches Krebsregister Nordrhein-Westfalen gGmbH 
    (EKR NRW)
  • Erste Ausrichtung der GEKID-Jahrestagung

2007

  • Vollzähligkeit > 90 % in Westfalen-Lippe
  • Relaunch der Website
  • Bundesweiter Konsens zum GEKID-Mindestdatensatz
  • Konstituierende Sitzung des Fachbeirats
  • Anbindung aller 396 Meldeämter für Meldungen der Sterbefälle

2008

  • Vollzähligkeit für Brustkrebs in NRW
  • Entwicklung der Software EpiCan

2009

  • Eingang der 1-millionsten Meldung
  • Veröffentlichung des ersten Datenreports (Diagnosejahr 2007)
  • Erstes internationales Symposium zur Evaluation von Krebsfrüherkennungsprogrammen (EKR NRW + GEKID)

2010

  • Audit durch das European Network of Cancer Registries (ENCR)
  • Online-Krebsatlas der GEKID veröffentlicht
  • Erster landesweiter Datenreport zu Brustkrebs (Diagnosejahr 2008)

2011–2012

  • 2-millionste Meldung (2011)
  • Testung der GEKID-Spezifikation zur Inzidenzmeldung
  • Beteiligung an bundesweiter Studie zur Mortalitätsevaluation Mammographie-Screening
  • Datenreport zu 15 Krebslokalisationen

2013–2015

  • 3-millionste Meldung
  • Inkrafttreten des Krebsfrüherkennungs- und -registergesetzes (KFRG)
    auf Bundesebene als Weichenstellung hin zur Entwicklung der klinischen Krebsregistrierung
  • Veröffentlichung landesweiter Datenreports
  • Offizielles Ende der Aufbauphase des EKR NRW

 

2016-2017

  • 01.04.2016: Inkrafttreten des Landeskrebsregistergesetzes NRW,
    Zusammenführung epidemiologischer und klinischer Krebsregistrierung im LKR NRW
  • Erweiterung der Datenerfassung: Diagnosen, Therapien, Nebenwirkungen, Nachsorge, Rezidive und Sterbefälle

2018

  • Umzug von Münster nach Bochum, Gesundheitscampus

2019

  • Einrichtung von Büroräumen für 112 Mitarbeitende; 
    Personalwachstum +150 % bis 2025
  • Schulungsprogramm für Melder/innen entwickelt
  • Versand erster Rückmeldungen und Auswertungen (ab 2020 jährlich)
  • Veröffentlichung des Online-Jahresberichts mit Krebsdaten
    zu Krebsneuerkrankungen und Krebssterbefällen zu den häufigsten Krebserkrankungen auf Grundlage des jeweiligen Diagnosejahrs und der Vorjahre. 
    (2024 werden 26 Entitäten im Jahresbericht erfasst)

2020

  • Corona-Pandemie: Umstellung des Schulungsprogramms auf Webinare
  • Entwicklung des Unternehmensleitbildes mit Vision und Leitsätzen des LKR NRW
    Leitbild: Gemeinsam leisten wir Großartiges

2021

  • 1. Landesqualitätskonferenz (RuhrCongress, Bochum)
    Thema: Chancen und Potenziale der Krebsregistrierung
  • 5 Jahre LKR NRW (kleines Jubiläum)
  • Call for Projects: Forschungsstipendien für drei besten Ideen für Studien mit Krebsregisterdaten vergeben 
    (Studien zum Prostatakarzinom und ökologische Studie zum Multiples Myelom)
  • Einführung des Melderportals als kostenfreie Softwarelösung
  • Klinische Auswertungsstelle: Aufbau der Qualitätssicherungsteams in allen fünf Regierungsbezirken

2022

  • 2. Landesqualitätskonferenz (Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein, Düsseldorf)
    Thema: Qualitätssicherung und Meldesoftware in der Tumordokumentation zwei Seiten einer Medaille
  • 17. GEKID-Jahrestagung in Bochum
  • Teilnahme am Deutschen Krebskongress in Berlin
  • Erste Auswertungen zu S3-leitlinienbasierter Qualitätsindikatoren
  • Informationssicherheitsmanagement: Zertifizierung nach ISIS12 Version 2.0
  • Teilnahme am AOK-Firmenlauf in Bochum

2023

  • 3. Landesqualitätskonferenz (Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe, Dortmund)
    Thema: Krebsregistrierung und Krebsregisterdaten Qualitätssicherung für die Versorgung von Patientinnen und Patienten
  • 13,2 Mio. Meldungen in der Datenbank
  • Teilnahme an ENCR-IACR Konferenz (Granada) und DGU-Kongress (Leipzig)
  • Ablösung von EpiCan durch LKR-Melderportal in 1.500 Einrichtungen
  • Informationssicherheitsmanagement: erstes Überwachungsaudit zu ISIS12 erfolgreich
  • Teilnahme am AOK-Firmenlauf

2024

  • 4. Landesqualitätskonferenz (Collegium Leoninum, Bonn)
    Thema: Krebsregisterdaten: Ein Gewinn für die Epidemiologie und die Versorgungsforschung
  • 24 Mio. Meldungen in der Datenbank
  • Gemeinsamer Stand der Landeskrebsregister beim Deutschen Krebskongress
  • Veröffentlichung wissenschaftlicher Studien (z. B. Prostatakrebs, neuroendokrine Neoplasmen)
  • Start von BRUNA+, Studie zur Brustkrebsnachsorge
  • Gründung Deutsche Krebsregister e.V. als Nachfolger der GEKID
  • Kooperation mit der Hochschule für Gesundheit im Bereich Data Science
  • Website-Relaunch: barrierefrei mit leichter Sprache, Gebärdensprachvideos und Vorlesefunktion
  • Informationssicherheitsmanagement: zweites Überwachungsaudit zu ISIS12 erfolgreich bestanden

2025

  • 5. Landesqualitätskonferenz (HAFENdach, Münster)
    Thema: 20 Jahre Krebsregistrierung NRW – eine Erfolgsgeschichte für 
    Forschung und Versorgung
  • Veröffentlichung des ersten Geschäftsberichts
  • Ergebnisse der Mammographie-Screening-Evaluation vorgestellt in Berlin
  • Teilnahme am AOK-Firmenlauf