Allgemein

Fragestellung:

Laut TNM-Buch ist die Angabe von „is“ auch beim cT erlaubt. Ist dies wirklich sinnvoll oder eigentlich immer ein pTis?

Beschluss der Plattform 65c Register (2019/26/23):

Lt. TNM erfordert die pT die Resektion des Primärtumors oder Biopsien, die zur Bestimmung der höchsten pT-Kategorie adäquat sind. Demnach ist i.d.R. cTis nach Biopsie zu erfassen.

Wurde ein in situ-Karzinom diagnostiziert, sollte TX nicht verwendet werden

Fragestellung:

Wie ist die Residualtumor-Klassifikation zu melden?
Wie unterscheiden sich der lokale Status und der Gesamtstatus? 

Beschluss der Plattform 65c Register (2019/26/18):

Lokale Beurteilung Residualstatus

  • In den Meldungen an das Register muss nach tumorresezierender OP innerhalb einer Therapiemeldung im Datenfeld „Lokale Beurteilung Residualstatus“ die Information zum lokalen Tumorstatus dokumentiert werden. Das Datenfeld muss den Zustand der Schnittränder nach Tumorresektion wiedergeben.

Gesamtbeurteilung Residualstatus

  • In der Gesamtbeurteilung des Residualstatus wird die Information zu allen evtl. vorhandenen Tumorresten zusammengefasst. Wenn weder lokoregionär noch in anderen Geweben ein Residualtumor vorliegt, muss R0 klassifiziert werden. Liegt nach tumorresezierender OP lokal R1 vor (Schnittränder mikroskopisch befallen), muss die Gesamtbeurteilung R1 entsprechen, liegen zusätzlich Hinweise für Fernmetastasen vor, wird in der Gesamtbeurteilung R2 klassifiziert. Der Gesamtresidualstatus sollte nicht kleiner als der lokale zum gleichen Zeitpunkt sein

Fragestellung:

Welcher Metastasencode ist für die Lokalisation "Retroperitoneum" zu verwenden?

Beschluss der Plattform 65c Register (2019/26/24):

Fernmetastasen im Retroperitoneum (ICD-O-3 C48.0) werden lt. TNM (auch in der aktuellen 8. Auflage) als OTH=andere Organe kodiert, da diese Lokalisation in der Auflistung der spezifizierten Ausprägungen nicht genannt wird.

Fragestellung:

Soll der TNM-Befund einer TUR-B als cT oder pT gemeldet werden?

Beschluss der Plattform 65c Register (2019/26/22):

Legt der Pathologe im TUR-Befund eine pT-Kategorie fest, wird diese dokumentiert, außer es wird aus bildmorphologischen Untersuchungen ein höheres cTNM-Stadium bekannt. Erfolgt i.d.R. der Erstdiagnostik eine Zystektomie, wird die pT-Kategorie aus der TUR zum cT-Kategorie umgewandelt. Das pTNM-Stadium wird in diesem Fall aufgrund der Zystektomie festgelegt.