Der renommierte Referenzpathologe des Mammographiescreening-Programms, Dr. Thomas Decker, hat das LKR NRW Team der Tumordokumentare bezüglich des klassifikatorischen Umgangs von auffälligen Histopathologien der weiblichen Brust fortgebildet. Am Beispiel von Pathologie-Befunden wurden schwierige Histopathologien diskutiert und Inkonsistenzen der Klassifikation besprochen.
Die Tätigkeit der Tumordokumentare umfasst bei der Erstellung strukturierter Angaben aus einem Pathologiefließtext die systematische Extraktion und Standardisierung relevanter medizinischer Informationen gemäß international anerkannten Klassifikationssystemen. Pathologische Befunde enthalten oftmals detaillierte Beschreibungen zur Morphologie, Histologie, Lokalisation sowie zum biologischen Verhalten eines Tumors. In der Tumordokumentation werden diese Berichte sorgfältig analysiert und die für die onkologische Dokumentation relevanten Parameter identifiziert und in eine strukturierte Form übertragen.
Dabei werden standardisierte Klassifikationssysteme wie das TNM-System (Tumorgröße, Lymphknotenstatus, Metastasenstatus), ICD-O (International Classification of Diseases for Oncology) oder ICD-10-GM (International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems) herangezogen, um eine präzise, einheitliche und international vergleichbare Dokumentation sicherzustellen. Ziel dieser strukturierten Datenerfassung ist es, eine valide Grundlage für die weitere Datennutzung zu schaffen.
